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Systemische Wirtschaftsmediation - Ausbildung für Konfliktbearbeitung und Konfliktmanagement in Unternehmen und Organisationen

7.600 €
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Kursinformationen
Kategorie : Management / Changemanagement und Organisationsentwicklung
Firmenname : GRUNDIG AKADEMIE Akademie für Wirtschaft und Technik gemeinnützige Stiftung e.V.
Dauer : 25 Tage
Teilnehmeranzahl : max. 12
ORT : Nürnberg
Aktualisiert am : 02-10-2018 09:33:55

BESCHREIBUNG

Zielgruppe
Sie sind Führungskraft, Personalverantwortlicher, Betriebs- oder Personalrat und kontinuierlich mit betrieblichen Konflikten konfrontiert. Sie wollen die Konfliktkultur in Ihrem Unternehmen verbessern, präventiv und nachhaltig Konflikte lösen.
Sie sind als Consultant, Jurist, Trainer, Organisations- und Personalberater tätig und möchten Ihr Angebots-Portfolio durch das Handlungswissen der Mediation ausweiten.
Sie arbeiten als Bauleiter, Facility- und Projektmanager, als Steuerberater oder als Gutachter in komplexen Projekten und stoßen in Ihren Arbeitsfeldern immer wieder auf massive und blockierende Konflikte.
Sie sind freiberuflicher Berater und möchten Mediation und Konfliktbearbeitung in Ihr Portfolio aufnehmen.

Voraussetzungen
Grundlage sind die Standards des BMWA® (Bundesverband für Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt)
Abgeschlossenes Studium oder qualifizierte Berufsausbildung
Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung
Persönliche Reife und positives Menschenbild
Vollendung des 26. Lebensjahres
Regelmäßige Teilnahme

Ihr Nutzen
Unsere Ausbildung vermittelt Ihnen die ganze Breite des mediatorischen Know-hows. Sie gewinnen eine umfassende Handlungssouveränität in allen Konfliktbereichen und können Einzel-, Gruppen und Teamkonflikte nachhaltig lösen.
Die Erfahrungsorientierung unserer Ausbildung garantiert Ihnen eine Fülle von Übungsmöglichkeiten.
Sie können Konflikte präzise diagnostizieren, besitzen ein großes Repertoire an Interventionsmöglichkeiten und können situationsadäquate Interventionen einsetzen.
Sie können Konflikten auch präventiv begegnen, eine schlüssige Eskalationslogik für den konkreten Fall aufbauen und diesen systematischen Umgang mit Konflikten in Ihren Arbeitsbereich integrieren.
Während der Ausbildung arbeiten wir zusammen mit Ihnen an konkreten Projekten für Ihr Arbeitsumfeld. Wir bieten Ihnen Begleitung und Supervision bei der Implementierung des mediatorischen Know-hows in Ihre konkreten Funktionen und Aufgaben.

Methoden
Die Fortbildung verknüpft theoretisches Wissen und Training. Sie ist anwendungs- und erfahrungsorientiert und ermöglicht den Teilnehmern Phasen der Erprobung. Wesentliche Methoden sind: Theorievortrag, Kleingruppenarbeit, Moderation, Erarbeiten von Praxisbeispielen, Rollenspiele und Feedback.

Schwerpunkte der Ausbildung

Modul 1 - Einführung in die systemische Mediation
Überblick über die Gesamtausbildung
Konflikte in Organisationen
Konfliktkulturen
Grundlagen der Mediation
Rolle und Haltung des Mediators
Prinzipien, Verfahrensablauf und das Phasenmodell der Mediation
Überblick über die Anwendungsfelder der Mediation
Abgrenzung der Mediation zu anderen Konfliktbeilegungsverfahren

Modul 2 - Systemische Gesprächsführung
Grundlagen systemischen Denkens
Systemische Grundannahmen und Mediation
Kommunikationstechniken
Systemische Gesprächsführung
Erkennen von Konfliktdynamiken
Fragetechniken
Das 9-Felder-Modell
Allparteilichkeit, Lösungsoffenheit und professionelle Distanz
Umgang mit schwierigen Situationen in der Mediation
Projektsupervision 1

Modul 3 - Techniken und Abläufe in der Mediation
Eskalation von Konflikten
Vorphase der Konfliktbearbeitung
Gestaltung von Settings
Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der Mediation
Vorgehensweisen in den Phasen der Mediation
Techniken der Gesprächsführung in den verschiedenen Phasen
Rolle des Mediators in Abgrenzung zu den Aufgaben des Parteianwalts
Rechtliche Rahmenbedingungen

Modul 4 - Organisationsorientierte Wirtschaftsmediation
Dynamik komplexer Konflikte in Organisationen
Organisationsanalyse
7 Basisprozesse der Prozessberatung
Berechnung von Konfliktkosten
Erarbeitung von Mediationsplänen
Erstellen von Mediationsverträgen und internen Mediationsvereinbarungen
Vor- und Nachbereitung von Mediationsprozessen
Einführung in Konfliktmanagementsysteme
Projektsupervision 2

Modul 5 - Transformative Mediation
Aufgaben und Selbstverständnis des Mediators / der Mediatorin
Der Transformative Ansatz in der Mediation
Das Empowerment Konzept
Konflikttheorien
Konfliktkompetenz
Techniken der 3. Phase: Arbeit mit Interessen und Bedürfnissen
Techniken der Selbstreflexion
Umgang mit eigenen Gefühlen und Anteilen

Modul 6 - Mediatoren als Verhandlungsmanager
Grundlagen des Verhandelns nach dem Harvard Konzept
Techniken des Verhandlungsmanagements
Verhandeln in der Mediation
Techniken zur Entwicklung von Lösungen
Erstellen einer Abschlussvereinbarung
Rechtliche Rahmenbedingungen
Recht in der Mediation
Recht der Mediation

Projektsupervision 3

Modul 7 - Arbeit mit Gruppen und Teams
Fallsupervision
Konfliktdynamik in Gruppen und Organisationen
Umgang mit Viel-Parteien-Konflikten
Techniken der Mediation in Gruppen
Teamkonfliktmoderation als Technik
Gruppenmediation als Technik
Einbeziehen Dritter und externer Berater

Modul 8 - Abschluss
ICN Prüfung und Präsentation der Abschlussarbeiten
Feedbackgespräche zwischen Teilnehmern und Kursleitung
Vernetzung und Planung weiterer Aktivitäten

Selbstorganisierte Peer Groups
Zwischen den Modulen treffen sich die Teilnehmenden in selbstorganisierten Peer Groups, um gemeinsam zu üben, Erfahrungen auszutauschen und die in den Modulen erlernten Inhalte zu vertiefen. Darüber entsteht eine Form der kollegialen Unterstützung, die oft über die Zeit der Ausbildung hinaus trägt.



Zertifizierung als Wirtschaftsmediator / Wirtschaftsmediatorin BMWA®
Mit dem Mediationsgesetz hat der Gesetzgeber den Titel „Zertifizierte/r Mediator/in“ geschaffen. Die Ausbildungsverordnung zum Mediationsgesetz (ZMediatAusbV) schreibt eine Ausbildung von mindestens 120 Stunden vor. Die führenden deutschen Mediationsverbände haben auf der Basis jahrelanger Ausbildungserfahrung die gemeinsame Einschätzung, dass eine Ausbildung von 120 Stunden in der Regel nicht ausreichend auf die praktische Tätigkeit als Mediator vorbereitet. Deshalb haben sie beschlossen, die bisher in den Verbänden geltenden Ausbildungsstandards von 200 Stunden zu erhalten, um damit ein hohes Ausbildungsniveau sicher zu stellen. Die Anforderungen der Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV) sind in diesen Standards inkludiert.

Unsere Ausbildung orientiert sich an den Standards des Bundesverbandes für Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA®). Die GRUNDIG AKADEMIE und die Medius GmbH sind vom BMWA® zertifizierte Ausbildungsinstitute. Wir führen die Ausbildung gemeinsam in Nürnberg und in Essen durch. Mit dem Abschluss der Ausbildung und einem unter Supervision bearbeiteten Mediationsfall haben Sie die Voraussetzungen, sich zertifizierter Mediator nach dem Mediationsgesetz zu nennen. Für eine Zertifizierung als Wirtschaftsmediator / Wirtschaftsmediatorin BMWA®“ sind darüber hinaus weitere Mediationsfälle zu dokumentieren.

Internationale Zertifizierung
Sie haben nach Beendigung der gesamten Ausbildung die Möglichkeit, neben dem qualifizierten Zertifikat der GRUNDIG AKADEMIE fakultativ die Zertifizierung der ICN Business School zu erwerben. Die ICN Grande École de Management in Nancy vergibt nach einer Prüfung an Teilnehmer renommierter Lehrgänge ein international anerkanntes Zertifikat. Die Prüfung können Sie an der GRUNDIG AKADEMIE gegen eine Gebühr von 250 € ablegen. Mehr zur ICN Business School finden Sie hier.